SINNBILD oder TRUGBILD

Welche Wandlungen hat das (Vor)Bild der Frau in der Religion, der Gesellschaft und der Kirche erfahren und was hat dazu beigetragen?

Daraus entwickelten sich für mich weitere Fragen:

Gibt es das grundsätzliches Bedürfnis des Menschen nach Spiritualität/Religiösität?
Wenn ja, werden innere Bilder des Menschen zur ganz persönlichen Mythologie?

Diesem Themenkomplex nähere ich mich mit dieser fortlaufenden Projektarbeit auf verschiedene Weise. Zur Ausgangsfrage finden sich auf diesen Seiten einige Abbildungen und Texte des bisherigen Projektes.

Im Rahmen des Projektes "Sinnbild oder Trugbild" setze ich mich mit dem Bedürfnis des Menschen nach Spiritualität/Religiösität auseinander und hinterfrage die Funktionen der Kirche(n), der Werbung und des(Star)Kultes in diesem Zusammenhang.

Wenn ich ein (weibliches) Vorbild suche, wo finde ich es dann?
Was bieten mir bei meiner Suche die Kirche, die Werbung oder die Filmindustrie für Lösungen an?
Welche Klischees, die mythologischen Charakter erlangt haben, existieren in unserer Gesellschaft und wo haben sie ihre Wurzeln?
- in der Bibel, von der es heisst, sie kann nicht einfach nur gelesen werden, sie muss interpretiert werden?
Wer interpretiert die Bibel und nach welchen Kriterien?
Was ist mit dem Koran, der Torah oder Buddhas Vermächtnis?
- eine Frage des Glaubens.
Ein Projekt von Ariane Zuber

Menschen werden wegen ihres Glaubens diskriminiert, Kriege werden geführt, Kulturschätze zerstört... Glaube hat neben dem Umfeld, in dem er entsteht, eine innere Notwendigkeit. Glaube ist in meinen Augen etwas sehr Persönliches/Individuelles, abhängig von den ureigensten Bildern, Verhaltensmustern und Wertvorstellungen eines Menschen. Welche inneren Bilder sind durch verdrängte Aspekte in unserer Gesellschaft neu entstanden oder umgeformt worden und finden sich in kultischer Verehrung von Stars, in spirituell orientierten Hexenbewegungen oder in der Werbung wieder?

Der erste Teil des Projektes
Die vorchristlichen, oft matriarchal orientierten Religionsformen sind systematisch ausgelöscht worden - ist die asexuelle Maria also nur ein "Ersatz"?
Ist Marylin Monroe eine Göttin oder ein Lustobjekt?
Diese und weitere Fragen spiegeln sich in den 12 Altären, der Malerei und den ausgewählten Zitaten wieder.
Der zweite Teil des Projektes
Die Bibel, Grundlage der Gesellschaft und in Teilen mehrerer Religionen - wer hat sie wirklich gelesen? Wie subjektiv oder nutzzbringend für eine erwünschte Gesllschaftsform oder Machtposition wurden Übersetzungen und Interpretationen eingesetzt? Wie WÖRTLICH nehmen wir das WORT GOTTES?
Der dritte Teil des Projektes
Maria von Magdala, von der es ein nicht in der Bibel aufgenommenes Evangelium gibt - war sie eine Hure, die Geliebte Jesus Christus oder eine Apostelin?
Die Königin von Saba, eine Fremde von dunkler Hautfarbe, nimmt nach erfolgreicher Prüfung der Weisheit des König Salomo die Mühen einer sehr langen Reise auf sich, um diesen Mann zu besuchen - nur eine schöne Geschichte?
Was symbolisiert die Hexe von En-Dor, die trotz des Verbotes unter Androhung der Todesstrafe dem König mit ihren "unchristlichen" Fähigkeiten zu Diensten war, ihn beinahe mütterlich versorgte?
Wie passt Königin Ester in das heutige Frauenbild, eine Frau, die sich einem Herrscher zu Gefallen ein Jahr lang verordneter kosmetischer Pflege unterzog und andererseits so fromm und schlau war, das jüdische Volk vor dem Judenhasser Haman zu retten?
Die biblischen Frauen meiner Wahl haben nicht alle an den christlichen Gott geglaubt.
Sind sie Aussenseiterinnen? Vermutlich.

Wie würde es ihnen wohl heute ergehen?

Mit meiner Arbeit gebe ich keine Antworten - ich beobachte und stelle Fragen.

Die Ambivalenz der Symbole - Sinnbild oder Trugbild?